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Sollen Autokäufer auch mit einseitiger Herstellerkritik getäuscht werden?

Auch bei den Verbrauchswerten lügen die Automobilbauer offensichtlich. Dabei fällt besonders auf, dass offenbar nur die Produkte europäischer und ostasiatischer Hersteller untersucht werden. Sind es die Autos amerikanischer Hersteller nicht wert ebenfalls untersucht zu werden? Muss es dabei nur um Dieselantriebe gehen, oder gibt es auch unterschiedliche Kritikpunkte für alle Arten von Motoren mit einem Verbrennungsprozess?

Im neuesten Skandal geht es zunächst um die Angaben der Verbrauchswerte von Dieselfahrzeugen. Dabei fällt auch auf, dass nur die Antriebstechnik Dieselmotor im Kreuzfeuer der jeweiligen Argumentation liegt. Dies alles hinterlässt bei mir den Eindruck, dass hier bisher nur einseitig untersucht und angeprangert wird. Es ist überwiegend die in Europa stärker vertretene Antriebstechnik des Dieselmotors, die auf diese Weise angegriffen wird. Dabei muss die Frage danach auftauchen, ob es primär wirklich um Emissionen und Umweltbelastungen geht, oder ob auf diese Weise versucht werden soll, Marktanteile der Automobilherstellung interkontinental zu erobern und zu verlagern. Diesem Eindruck wird bislang noch keine weitere Untersuchung von Benzinmotoren oder Motoren mit gasförmigen Treibstoffen aus allen Herstellerkontinenten entgegengesetzt. Gibt es keine Wissenschaftlerteams, die sich diesen Fragen widmen wollen, oder fehlen hierfür Geldgeber aus Asien und Europa? Zu solchen Untersuchungen aller Arten von Verbrennungsantrieben sollten auch die Hybridfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gehören.

Es verwundert mich ebenso, dass die internationale Automobilindustrie weiterhin die Technik der Verbrennungsmotoren so vehement verteidigt. Sie verpasst damit die Chance, wirklich etwas für unsere Erdatmosphäre und für die Menschen zu tun, indem sie bereits entwickelte emissionsfreie Antriebstechniken einfach totschweigt. Einzig die ostasiatischen Hersteller bieten solche Fahrzeuge inzwischen zum Kauf an. Leider gibt es noch keine entsprechend ausgebaute Infrastruktur für die erforderlichen Tankstellen zum Aufnehmen des Treibstoffs Wasserstoff. Dies ist aber erforderlich, dass viele Fahrzeuge die Kombination Brennstoffzelle und Elektromotor als Antriebskonzept nutzen können. Hierbei ist offenbar die Selbsthilfe aller Bürger gefragt, die ein emissionsfreies Autofahren auch über die bisher gewohnten Reichweiten hinweg bevorzugen. Offenbar ist es vergeblich darauf zu warten, dass die europäische und die amerikanische Automobilindustrie diese Antriebstechnik überhaupt vermarkten will. Sie bauen offenbar lieber weiter Diesel- oder Benzinmotoren und bekämpfen sich gegenseitig mit umweltbezogenen Untersuchungen. Nein, die Automobilkäufer sollten hier klar Stellung beziehen und sich stärker für die Lösung einsetzen, mit der die Verbraucher die größte Unabhängigkeit von Treibstoffmonopolen erhalten könnten.

(von Dr. Peter Brinnel)

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