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Heute flötet der Rattenfänger von Hameln auf Geldnoten, um Autokäufer zu fangen!

Mit einer Kaufprämie, einem Zuschuss von bis zu 4.000 € soll der Verkauf von batteriebetriebenen Elektroautos in Deutschland angekurbelt werden. Bisher waren die Bürger schlau genug, dem „Rattenfänger von Hameln“ nicht zu folgen. Jetzt soll er im €-Gewand die Käufer aufsammeln. Hoffentlich sind die Kunden weiterhin so schlau, sich davon nicht umgarnen zu lassen.

Die ganze Aktion gründet auf einer seltsamen Rechnung: Steuergelder, die zuvor von den Bürgern selbst aufgebracht wurden, sollen jetzt helfen einzelne Bürger zu überreden, doch Fahrzeuge zu kaufen, die sie bisher nicht kaufen wollten. Und dies, da die von den meisten Fahrern gewünschte Reichweite mit den bestehenden Batterien noch immer nicht erreicht wird, da die einzigen batteriebetriebenen Elektroautos mit akzeptabler Reichweite aufgrund des zu hohen Preises mit diesem Programm nicht gefördert werden, da es immer noch ein viel zu dünnes Netz an Lade- und Schnell-Ladestationen gibt, da Hybridfahrzeuge bei reinem Elektrobetrieb als Mogelpackung nur minimalste Reichweiten erreichen.

Diese Subvention fördert keine Zukunftstechnologie, sondern soll der Autoindustrie mit eher alten Übergangstechniken zusätzliche Gewinne ermöglichen. Die Zukunftstechnik des individuellen Automobilantriebs, der keine Schadstoffemissionen an die Umwelt abgibt, der dennoch eine große Reichweite bietet, der vor allem auch die Unabhängigkeit von entsprechenden rohstoffexportierenden Ländern bieten kann, soll dabei ebenfalls nicht gefördert werden. Es wäre besser für das Land und für die Umwelt, wenn die hier verplanten Gelder in den Ausbau eines bundesweiten Netzes für Wasserstofftankstellen verplant worden wären. Dann würden die künftigen Autofahrer auch unabhängig von den Batterieherstellern und den Rohstofflieferanten für Lithium bleiben.

Dann wäre die europäische Autoindustrie auch gezwungen, ihre schon entwickelten Fahrzeuge weiter zu entwickeln und endlich am Markt anzubieten. So wird die wirklich umweltfreundliche Antriebstechnik bei den europäischen Herstellen weiter in der Schublade der Entwickler liegen und der Ausbau der erforderlichen Infrastruktur wird weiter verzögert. Einzig ein koreanischer Autobauer bietet derzeit einen SUV mit diesem Antriebskonzept an, der auch gekauft werden kann. Es gibt aber immer noch zu wenige Wasserstofftankstellen, die auch regelmäßig betrieben werden.

Vielleicht müssen die Bürger und Gemeinden diese Aufgabe endlich selbst angehen, um auf diese Weise ihre berechtigten Anforderungen an die künftige Antriebstechnik im Auto auszudrücken. Vielleicht braucht es hierzu ein „Crowdfundig-Projekt“, um das Geld für den Aufbau eines privat organisierten Gas-Tankstellennetzes für die Freunde des Brennstoffzellenantriebs in Deutschland zu sammeln. Wer daran ebenfalls interessiert ist, kann sein Interesse zunächst an den Pilgerwege-Verlag schreiben.

(von Dr. Peter Brinnel)

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