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Die Autobahnen sind übervoll und bieten keine weiteren Lagerkapazitäten mehr!

Bei Industrie und Handel hat sich in den letzten Jahren die Unsitte eingeschlichen, den Stauraum von Lastfahrzeugen als Lagerersatz zu verwenden. Dies bedeutet, dass immer mehr Güter auf den Ladeflächen der LKWs und damit auf der Autobahn und auf den Rastplätzen gelagert werden. Die Fahrer arbeiten dabei in doppelter Funktion, zum einen als Fahrer für den Transport und zum anderen als Wachpersonal für das als Fracht getarnte Lagergut. Dabei sollen sie ihre Fracht oft in einem vorgegebenen Zeitfenster am Zielort anliefern. Ein unpünktlicher Liefertermin – egal ob dies zu früh, oder ob es zu spät ist – bedeutet meist einen Abzug vom vereinbarten Frachterlös. 

Die Verlagerung von immer mehr Fracht von der Schiene auf die Straße führt letztendlich auch dazu, dass die Autobahnen immer voller werden und der Verkehr immer mehr verdichtet wird. Die Rastplätze können bald nur noch mit einer entsprechend gültigen Reservierung angefahren werden und die Abgasbelastung der Anwohner steigt immer mehr an. Will die Bundesregierung den so erkennbaren Verkehrsinfarkt auf unserem Fernstrassennetz herbeiführen, oder endlich das Fernbahnnetz in Deutschland für den künftig absehbaren Güterfernverkehr vorbereiten? 

Es wäre im Sinne aller Verkehrsteilnehmer, wenn der Transfer von LKWs, die nur durch Deutschland hindurchrollen sollen, schon an den Grenzen auf die Schiene verladen werden könnten. Gäbe es dafür eine Infrastruktur zum Verladen und für die entsprechenden Bahnstrecken, könnten solche Transporte Deutschland in wenigen Stunden in der Nacht durchqueren, die Fahrer könnten schlafen und die Autobahnen wären entlastet. Leider hat es derzeit den Anschein, als ob die Lobbyisten der Autoindustrie ihre Zukunftspläne beim Verkehrsministerium auch gegen jede Vernunft durchsetzen können.

(Dr. Peter Brinnel)

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