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Batteriebetriebene Elektroautos bleiben trotz Kaufprämie für Käufer unattraktiv!

In vielen Umfragen werden die derzeit am Markt angebotenen batteriebetriebenen Elektroautos als wenig nützlich für den praktischen Nutzen im Alltagsbetrieb beschrieben. Dafür werden immer wieder verschiedene Gründe benannt. Einerseits sind es die Batterien, deren Kapazitäten einfach als zu gering empfunden werden. Die Ausnahmemodelle mit hohen Batteriekapazitäten werden meist als viel zu teuer empfunden. Diese Ergebnisse zeigen auch erste Umfragen nach dem Einführen der Kaufprämie. 

Als weiteres häufiges Argument gegen den Kauf eines batteriebetriebenen Elektroautos wird die fehlende Infrastruktur zum Wiederaufladen der Batterien aufgeführt. Dabei wird dieses Argument durch das Betrachten der fast gar nicht vorhandenen Infrastruktur mit Schnell-Ladeplätzen verschärft. Der praktische Nutzen eines batteriebetriebenen Elektrofahrzeugs verkleinert sich erheblich durch die meist langen Ladezeiten für Ladevorgänge im Normalbetrieb. Schnelles Laden ist leider nur an sehr wenigen öffentlichen Plätzen möglich und Zeit ist die Ware, die in unserem Gesellschaftsmodell auch für den Fahrer von Elektroautos als sehr wertvoll empfunden wird. Die will man nicht in Abhängigkeit von einem meist besetzten Ladeplatz verbringen. 

Ein weiteres Argument spricht die Tatsache an, dass in unserer modernen Gesellschaft gerade von der Politik und von der Wirtschaft immer häufiger eine ständige Mobilität eingefordert wird. Inzwischen sind viele Familienmitglieder durch das Arbeitsleben auch geographisch getrennt. Wenn die Wochenend-Heimfahrten dann auch noch mit einem batteriebetriebenen Elektroauto vollbracht werden sollen, wird spätestens hier dieses Produkt als unbrauchbar angesehen. Zwei Autos je Fahrzeughalter mit unterschiedlichen Antrieben werden die Menschen nicht anschaffen. Dafür fehlt einerseits das Geld und andererseits gibt es dafür keine Stellplätze in den Wohngebieten.

Es braucht daher drei einfache Dinge dafür, dass Elektroautos auch von der Bevölkerung angenommen werden: 

  • Eine ausreichende Reichweite, wobei meist etwa 500 km oder mehr mit einer Ladung oder Tankfüllung als ausreichend empfunden werden. 
  • Ein für diese Reichweite entsprechend dichtes Netz an Schnell-Ladeplätzen oder an Tankstellen für den erforderlichen Energieträger, um den Verbrauch an Lebenszeit für die Energieaufnahme möglichst klein zu halten.
  • Ein entsprechendes Angebot an Fahrzeugen, zu entsprechend akzeptierbaren Kaufpreisen.

 Daher stellt sich abermals die Frage, ob batteriebetriebene Elektroautos diese Anforderungen für den praktischen Alltagsbetrieb auch bedienen können. Genau genommen bezieht sich diese Frage auf die Autos selbst. Sie bezieht sich auf den Energieträger und den Vorgang zur Aufnahme dieses Trägers. Könnte die benötigte Energie in der benötigten Menge mit einem kurzen Vorgang aufgenommen werden, wäre dies die sicher schnell angenommene Lösung. Für einen Batteriebetrieb ist sie allerdings nur mit hohem technischen Aufwand und daher sicher recht teuer zu realisieren. 

Denkbar und technisch möglich wäre auch ein normaler Tankbetrieb, den die europäischen Automobilhersteller bisher allerdings nicht anbieten wollen. Bisher werden solche Elektroautos, die ihren Strom über eine Brennstoffzelle aus Wasserstoff erzeugen, der an entsprechenden Tankstellen mit einem Tankvorgang aufgenommen werden kann, nur von einem koreanischen Hersteller zum Kauf angeboten. Der Tankvorgang dauert ebenso lange wie bisher das Tanken von Benzin oder Dieseltreibstoff. Aus dem Auspuff kommt dabei allerdings nur reiner Wasserdampf.

(von Dr. Peter Brinnel)

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